BMW baut Onlineshop für E-Autos
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i-Modelle | | von Annette Mattgey

BMW baut Onlineshop für E-Autos

Mit den neuen Antrieben versucht sich BMW an einem neuen Vertriebsmodell: Die Elektro- und Hybrid-Autos sollen vorwiegend online verkauft werden. Zwar gibt es seit einer Woche den BMW iStore in London, doch er dient ausschließlich als Showroom. Für den bayerischen Autobauer ist es eine Premiere: Mithilfe des Internets will BMW neue Käuferschichten an die Marke heranführen - und auch die Entwicklungskosten der teuren, umweltfreundlichen Antriebe wieder einspielen. Beim Online-Handel sind die Kosten um die Hälfte niedriger als im regulären Absatz über die Autohäuser.

Wie die Verzahnung von Website, Händlernetz und Interessenten vonstatten geht, "ist alles noch in der Planung", heißt es aus München. Ob der Online-Vertrieb zeitgleich mit dem stationären Handel startet, sei noch nicht entschieden, äußerte sich eine BMW-Sprecherin gegenüber LEAD digital. Auf jeden Fall werde man die urbanen Zentren in den Mittelpunkt der Vertriebsaktivitäten stellen. Das sieht man auch der Markenkampagne an, die die Werbeagentur Dorten für BMW kreiert hat.

Ob das Onlinevertriebskonzept von Erfolg gekrönt ist, bleibt abzuwarten. Ian Fletcher, Analyst bei IHS Global Insight, ist skeptisch, weil "viele Verbraucher gerne irgendwohin gehen, um das Auto anzuschauen und probezufahren." Gerade bei neuen Technologien sei die Skepsis noch größer, fürchtet er. Ende 2013 soll der i3 für rund 40.000 Euro auf den Markt kommen, für den i8 verlangt BMW mehr als 100.000 Euro (Start 2014). Nur ein exklusives Händlernetz von 45 Partnern darf die Modelle der i-Range zeigen und zum Verkauf anbieten. "Darin liegt ein beträchtliches Risiko, die Marke so exklusiv zu vermarkten", meint Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der FHDW in Bergisch Gladbach. "Einerseits ist es ein Risiko für die Marke, wenn BMW nicht so schnell wie erhofft Erfolg hat. Andererseits liegt das Hauptrisiko in den Kosten, die nur durch hohe Lieferzahlen abgefedert werden können." Die Entwicklungskosten für den batteriebetriebenen i3 und das Hybrid-Fahrzeug i8 schätzt Frost & Sullivan auf rund drei Millionen Dollar.

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