Content Marketing: Die größten Baustellen für Unternehmen.
Content Marketing: Die größten Baustellen für Unternehmen. © Foto:Canto

Organisation | | von Annette Mattgey

Bilder im Content Marketing: Wie Sie Stolperfallen vermeiden

Bilder sind eine der wichtigsten Zutaten für ein gelungenes Content Marketing. Gleichzeitig sind sie auch eine der heikelsten: Wo bekomme ich passende Motive her? Wer hat das Urheberrecht? Wie hebe ich sie für eine spätere Verwendung am besten auf? Diese und andere Fragen beschäftigen Marketing-Verantwortliche sehr stark, zeigt eine aktuelle Umfrage des Software-Anbieters Canto. Das Unternehmen hat sich auf Digital Asset Management (DAM) spezialisiert. Damit lassen sich Dateien wie Fotos, Videos, Dokumente und Präsentationen archivieren, organisieren, teilen und plattformübergreifend veröffentlichen.

Als größte Herausforderung für die Erstellung von kreativen Inhalten gaben 76 Prozent der befragten Personen das Suchen und Finden von Content an. 53 Prozent verwiesen auf Fehleranfälligkeit durch die Verwendung von nicht aktuellen Assets. Dokumente enthalten bei der Mehrzahl (38 Prozent) zwischen elf und 50 digitale Assets wie Bilder oder Grafiken. 14 Prozent nutzen sogar mehr als 201 Assets. Die weiteren Ergebnisse finden Sie in der Infografik weiter unten.

LEAD digital hat sich mit Thomas Mockenhaupt, Chief Sales Officer bei Canto, über die Fallstricke bei der Verwendung grafischer Inhalte unterhalten:

1.    Wie wichtig sind Bilder und Video, Infografiken und Präsentationen fürs Content Marketing?

Content Marketing wird immer Texte brauchen, in Zukunft aber zunehmend von optischen Reizen leben, seien es Bilder, Videos oder die grafische Aufbereitung von Sachverhalten. Schon heute haben sich die Nutzer beispielsweise von sozialen Netzwerken an interaktive, lebhafte und unterhaltsame Formen von Information gewöhnt. Infografiken helfen, komplexe Zusammenhänge greifbar darzustellen. Für die Marketingabteilungen in Unternehmen ist das Chance und Herausforderung zugleich: Content wird nicht nur vorproduziert, sondern innerhalb von Stunden oder Minuten auf aktuelle Ereignisse hin ausgerichtet. InDesign ist ein wichtiges Tool, um Bild und Botschaften zusammen zu bringen. Pro InDesign-Dokument wird teilweise mit mehr als 200 einzelnen Dateien gearbeitet. Insbesondere wenn Gestalter unter Zeitdruck arbeiten müssen, ist ein solides Digital Asset Management (DAM) das A und O für erfolgreiches Content Marketing.

2.    Wo sehen Unternehmen da die größten Stolperfallen?

Unternehmen müssen immer mehr Zielgruppen wie Mitarbeiter, Dienstleister und Kunden strukturiert mithilfe von Content und Daten aus verschiedenen Quellen adressieren. An der Content-Erstellung wiederum sind häufig mehrere Parteien beteiligt. Ohne intelligente Teamorganisation, Schnittstellen und Strukturen besteht die Gefahr, dass nicht an der aktuellsten Version eines Dokuments gearbeitet bzw. auf nicht mehr aktuelle Dateien zugegriffen wird oder dass die Prozesse unnötig lang und kompliziert sind. Auch Urheberrechte könnten verletzt werden, weil für den jeweiligen Nutzer nicht ersichtlich ist, dass beispielsweise ein Foto unter bestimmten Bedingungen wie fehlender oder ablaufender Lizenzen für die Verwendung in Printprodukten nicht genutzt werden darf.

3.    Wie kann da eine DAM-Lösung Abhilfe schaffen?

Digital-Asset-Management-Systeme für Unternehmen sind Plattformen, die sämtliche Dateien effizient und systematisch verwalten, auch und gerade für Teams. Dateien können direkt im System konvertiert, Bilder zugeschnitten, Zugriffsrechte visualisiert und Inhalte geteilt sowie auf vielen Kanälen zeitgleich veröffentlicht werden. Ein DAM-System ist aber nicht nur ein Werkzeug, das digitale Assets im richtigen Format zentral zugänglich macht, organisiert und so für eine effektivere interne und externe Zusammenarbeit sorgt. Auch wichtige Lizenzinformationen können dort erfasst und somit rechtliche Risiken minimiert werden.

Damit ein DAM-System den gewünschten Mehrwert bietet, kommt es jedoch nicht nur auf die Software an. Sie muss auch genutzt – gelebt – werden. Dafür ist es im Vorfeld der Integration erforderlich, dass die Anforderungen an das DAM definiert werden, und zwar gemeinsam mit allen, die später damit arbeiten sollen. Diese Anforderungen müssen während der Implementierung auch immer wieder angepasst werden.

4.    Ein großes Problem liegt ja auch in den Bildrechten. Was raten Sie ?

Unternehmen unterschätzen oft die Gefahr einer Urheberrechtsverletzung bei der Verwendung von Bildern, in der Regel allerdings nur bis eine Schadenersatzklage eingeht. Je mehr digitale Inhalte über viele Kanäle hinweg verwendet werden, desto kostspieliger können die Folgen sein. Es muss zunächst das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass es im Unternehmensalltag eines Digital-Rights-Managements bedarf. Um Probleme mit dem Urheberrecht von vornherein zu vermeiden und Risiken zu minimieren, helfen neben einer Sensibilisierung der Mitarbeiter sorgfältig definierte Prozesse und eine Digital-Asset-Management-Lösung, die auf die Arbeitsabläufe des jeweiligen Unternehmens abgestimmt ist und auf entsprechende Gefahren hinweist. Dies funktioniert am besten über die Nutzung von Metadaten. Unternehmen sollten mit Automatisierungen arbeiten und wichtige Inhalte kennzeichnen. Informationen, beispielsweise ob die Rechte an einem Bild nur bis zu einem bestimmten Datum oder lediglich in einigen Ländern vorliegen, sollten visuell und direkt erfassbar sein. Im besten Fall können Mitarbeiter auf Bildmaterial, für das in dem geplanten Kontext Rechte verletzt würden, nicht zugreifen.

Die Umfrage als Infografik:

02032016_Canto_Infografik Workflow DAM Indesign_Webversion
Bilder im Content Marketing: Wie Sie Stolperfallen vermeiden

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