6 Empfehlungen, wie Sie Klickbetrug vorbeugen können
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White Ops | | von Annette Mattgey

6 Empfehlungen, wie Sie Klickbetrug vorbeugen können

Der Kampf gegen Werbeklicks, die nicht von echten Usern stammen, scheint aussichtslos: Auch für 2016 rechnen Experten mit massiven Schäden: 7 Mrd. Dollar kosten die Fake-Impressions. Das zeigen aktuelle Zahlen, die die ANA (Association of National Advertisers) zusammen mit dem Digitalunternehmen White Ops veröffentlicht hat. Während der Umfang der durch Bots erzeugten Klicks im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben sei, habe sich das Volumen der Onlinewerbung erhöht - und damit auch die Verluste durch Klickbetrug.

Für die Studie untersuchte White Ops um die 10 Mrd. Ad Impressions von 13.000 Kampagnen in den Monaten August/September 2015.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Zwischen 3 und 37 Prozent Fake-Impressions stellten die Forscher 2015 fest. Die durchschnittlichen Raten veränderten sich nicht zum Vorjahr. Nur weniger als einem Drittel der Unternehmen gelang es in dieser Zeit, die Rate zu senken.
  • Teurere Formate sind anfälliger. Werbung mit höheren Tausenderkontaktpreisen (TKP) bieten Botnet-Betreibern einen höheren wirtschaftlichen Anreiz. Display-Anzeigen mit TKPs über 10 Dollar haben um 39 Prozent mehr Klickbetrüger angelockt als billigere Formate. Videos mit TKPs über 15 Dollar kamen sogar auf 173 Prozent höhere Klickbetrugsraten.
  • Höher als der Durchschnitt waren auch die Betrugsraten beim Programmatic Advertising - jedoch nur um 14 Prozent. Bei Videos gab es allerdings 73 Prozent mehr Bots.
  • Anziehend für Betrüger wirken auch Kampagnen, die mit Targeting für bestimmte Zielgruppen oder Retargeting arbeiten.

Aus den Ergebnissen der Studie haben ANA und White Ops Empfehlungen für Werbungtreibende, Agenturen und Publisher formuliert.

Ihre 6 Tipps gegen Ad Fraud:

  • Verstehen Sie, wie die Abläufe beim Programmatic Advertising funktionieren und verlangen Sie Transparenz bezüglich des Inventars. Lassen Sie sich die Rolle jedes Partners entlang der Lieferkette erklären und machen Sie sich auch über die Partner Ihrer Partner kundig. 
  • Bestehen Sie auf Transparenz, wenn es um Traffic von Drittseiten ("sourced traffic") geht. Diese Klicks sind besonders Bot-anfällig.
  • Schreiben Sie in den Vertragsbedingungen fest, dass Sie nicht für Fake-Impressions bezahlen.
  • Überwachen Sie den Traffic, der von Drittseiten kommt. Nutzen Sie für alle Klicks ein einheitliches Monitoring. Vergleichbarkeit ist notwendig. Selektives Monitoring, das nur bestimmte Channels oder nur bestimmte Zeiträume abdeckt, lädt zum Betrug ein.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Anti-Betrugs-Vorkehrungen von allen externen Partnern verstanden und befolgt werden.
  • Schließen Sie sich Branchen-Initiativen an. In den USA ist das die "Trustworthy Accountability Group", die das IAB und die ANA mitinitiiert haben. Der Zusammenschluss aus Werbungtreibenden und Digitalunternehmen wehrt sich gegen Ad Fraud, Malware, Piraterie und andere Unzulänglichkeiten in der digitalen Kommunikationskette.
6 Empfehlungen, wie Sie Klickbetrug vorbeugen können

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