Wie Konsumenten die Zukunft des Einkaufens sehen
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König Kunde | | von Yvonne Göpfert

Wie Konsumenten die Zukunft des Einkaufens sehen

Es ist nicht mehr länger online gegen offline. Die Kunden nutzen alle Kanäle. Und der Handel denkt inzwischen Omnichannel. Wohin die Reise im Handel geht, hat der Cloudanbieter Salesforce zusammen mit Sapient Razorfish analysiert. In seinem Shopper-First Retailing-Report fragt Salesforce, was uns das Konsumentenverhalten von heute über die Zukunft des Shoppings von morgen sagt.

Die Shopping-Jagd startet in Deutschland digital. Fast im Verhältnis 2:1 begeben sich 59% der Befragten online auf Produktsuche, während nur 31% im physischen Handel mit der Suche beginnen. Für Werbetreibende ein klares Signal, den Großteil ihres Budgets in Online- und Mobile-Kampagnen zu investieren. Zumal 71% aller weltweiten Konsumenten in den vergangenen 30 Tagen ihr mobiles Gerät für Einzelhandels-Aktivitäten genutzt haben.

Mehr als die Hälfte alle Käufer geht gern in einen Laden

Stationäre Läden bleiben der bevorzugte Shopping-Kanal der Käufer weltweit. Auch unter den technisch-versierten Gen-Z-Shoppern bevorzugen 58 Prozent das Instore-Einkaufserlebnis. Dabei locken Aktionen im Laden den Kunden auch wieder erneut in die Shops. Besonders beliebt dabei: Persönliche Angebote – da kommen 70 Prozent der Käufer gerne  wieder. Und Produkte früher bekommen als der Rest der Welt ist für 64 Prozent der Kunden ein Grund, wieder in den Laden zu gehen.

 Woran sich der Handel gewöhnen muss: 48 Prozent der Kunden machen im Laden online Preisvergleiche und 37 Prozent der Kunden suchen vor Ort nach Coupons und Gutscheinen.

Knapp die Hälfte kauft lieber online

Von den Kunden, die zwischen 18 bis 54 Jahre alt sind, bevorzugen knapp 45 Prozent den Online-Shop zum Einkaufen. Interessantes Detail am Rande: Shopper bestellen auch immer öfter im Laden via Online-Kanal. So stellt der Haushaltswarenanbieter Pier 1 Imports fest, dass ein Viertel aller E-Commerce-Bestellungen digital im Laden abgesetzt werden und weitere 25 Prozent der Online-Bestellungen Click & Collect-Bestellungen sind.

Predictive Intelligence („vorausschauende Intelligenz“) auf Produktdetailseiten steigert die durchschnittlichen Auftragswerte und den Gesamtumsatz pro Besucher  Salesforce zufolge um einen zweistelligen Betrag. Doch noch ist das Thema Künstliche Intelligenz im Marketing und bei Produktempfehlungen auch bei Salesforce noch recht neu und langfristige Prognosen fehlen.

"Durch den überall mobil vernetzten Kunden können Marken nicht einfach nur Trends folgen, sie müssen sie vorhersehen. Hierzu ist es unabdingbar, die Geschäftsstrategien in Richtung Realtime Data zu transformieren um den Verbraucher radikal in den Mittelpunkt zu stellen," erläutert Stephan Ritter, Director Commerce und Head of Client Services für SapientRazorfish Kontinentaleuropa. "Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen, dass die Kundenzentrierung für den Einzelhandel nicht nur ein Vorteil, sondern ein absolutes Muss ist, um im digitalen Zeitalter erfolgreich bestehen zu können."

Die Erkenntnisse stammen aus drei getrennten Quellen. Der Salesforce Shopping Index wurde genutzt, um die Einkäufe von über 300 Millionen Kunden weltweit zu untersuchen, um Trends und Veränderungen bei den zwischen Januar 2015 und Januar 2017 getätigten Käufen nachzuvollziehen. Zweitens wurde von SapientRazorfish unter 6000 Erwachsenen über 18 Jahren (1000 pro Land) eine Verbraucherumfrage in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und Australien durchgeführt. 

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