Alexa und der Echo  im Werbespot von Amazon.
Alexa und der Echo im Werbespot von Amazon. © Foto: Amazon

Studie zum Alltag mit Amazon Echo | | von Susanne Herrmann

Wie Alexa Türen öffnet

Seit Februar kann sich jeder in Deutschland Alexa nach Hause holen. Und viele tun das auch: Amazon hat keine konkreten Zahlen bekanntgegeben, doch nachdem der Konzern Alexa immer mehr Fähigkeiten spendiert, scheint sich das Geschäft mit dem digitalen Assistenten zu lohnen. Laut Eresult liegt Schätzungen zufolge die Zahl der bisher in Deutschland verkaufen Sprachassistenz-Geräte bei rund fünf Millionen.

Aber: Was machen die Leute eigentlich mit Alexa? Die Agentur Eresult hat Nutzer von Amazons Sprachassistenten begleitet und befragt. Es galt herauszufinden, wie es sich mit den stationären intelligenten Sprachassistenten von Amazon lebt.

Siri vs. Alexa

Während mobile Assistenten wie Siri oder Google Now gern zur Navigation verwendet werden oder von unterwegs aus zur Smart-Home-Steuerung, kümmern sich stationäre Assistenten wie Alexa oder Google Home vor allem um Organisatorisches, Musik und die Steuerung der Haustechnik von daheim aus.

Am häufigsten wird der stationäre Sprachassistent den Studienautoren Xaver Bodendörfer und Daniel Wolf zufolge genutzt für

  • Informationssuche (Nachrichten & Wetter)
  • Organisation (Timer, Einkaufs- und Todo-Listen, Kalender)
  • Musik- und Smart-Home-Steuerung 

Und diese Basis-Funktionen von Alexa gehen durchaus auf Kosten anderer Geräte wie Eieruhr, Smartphone oder Radio, die bisher für diese Art Aufgaben verwendet wurden.

Ihre weiteren, sehr umfangreichen Fähigkeiten kommen seltener zum Einsatz. Immerhin: Alexa darf schon öfter mal ein Taxi rufen, nach Kochrezepten suchen oder ihren Halter über das TV-Programm informieren. Diese Anwendungsfälle sind jedoch seltener als die Nutzung der Basis-Funktionen, so das Ergebnis von Eresult.

Musik via Alexa kommt - ebenso wie der Timer - gern beim Kochen zum Einsatz, Wetter und Nachrichten werden vor allem morgens im Bad oder beim Kaffee abgefragt.

Für Alexa muss alles offen sein

Auch den Nutzungskontext haben sich die Studienautoren angesehen. Es zeigte sich, dass Echo meist im Wohnzimmer oder im Flur steht, damit es von möglichst vielen Orten innerhalb der Wohnung genutzt werden kann.

Der Wunsch, Alexa von möglichst überall in der Wohnung rufen zu können, führt dazu, dass bewusst Türen offen bleiben, um aus dem Nebenraum mit dem Sprachassistenten Kontakt aufnehmen zu können. Eine Alternative dazu ist sonst für die Befragten nur, weitere Echos beziehungsweise die kleineren Echos Dots anzuschaffen, die dann in den anderen Räumen Verbindung zu Alexa herstellen.

"Wir stellten fest, dass Amazon Echo (Alexa) recht schnell in den Alltag integriert wird, neue Rituale entstehen und sich der Umgang mit anderen Geräten und auch die Kommunikation mit dem Partner und der Familie verändern", berichtet der Autor und User Experience Consultant, Xaver Bodendörfer.

Das liegt unter anderem daran, dass die Redegeschwindigkeit, aber auch die Satzstellung eine Rolle spielen, wenn man mit Alexa spricht. Dafür können die digitalen Assistenten gut auf "Bitte" und "Danke" verzichten. Das aber wissen die Benutzer noch gut zu unterscheiden.

Über die Studie: Die User-Experience-Agentur Eresult hat ausgewählte Personen in ihren Haushalten bei der Nutzung von Sprachassistenten beobachtet und sie befragt. Die fünf Early-Adopter nutzen Alexa und gleiczheitig einen mobilen digitalen Sprachassistenten. Auch teilweise auftretende Probleme wie schlechte Spracherkennung oder Stromausfälle haben die Autoren abgefragt - und zeigen auf, wie die Nutzer damit umgehen.

Wie Alexa Türen öffnet

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