Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück.
Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Vorsicht Cyber-Räuber! Gehackte Accounts - und der Schaden fürs Unternehmen

In der Nacht zum Dienstag gingen in Dallas alle Lichter aus. Fremde hatten sich in das Notfallsystem eingeschlichen, das Innerste der Stadt in ihre Hände genommen. Ein unheimlicher Vorgang, der heute an der Tagesordnung ist.

Gestohlene Kreditkarten, geheime Kontodaten - nichts scheint mehr sicher zu sein. Solche Szenarien rufen Paranoia hervor: was ist, wenn meine Identität gehackt wird und ich nicht mehr ich bin? Und vor ein paar Jahren tat man sie als Einzelfälle oder als Palaver von ein paar Angsthasen ab. Hatten alle zu viel Science Fiction im Fernsehen angeguckt. 

Doch nun ist es ernst. Ein Gefühl, das auch in Austin, in der sonst so technologie-verliebten Stadt - besonders während des South by Southwest Festivals - zu spüren war. Die Bedrohnung ist  real. Und sie ist überall: Laut der Website haveibeenpwnd.com wurden mehr als 2,6 Milliarden Email-Adressen, Passwörter gestohlen von Adobe Systems, Myspace und Linkedin. Wie in dieser Woche berichtet wurde, haben Hacker die Konten von Anbietern auf Amazon gehackt. Haben sich Zugang zu ihren Daten wie Email und Passwörtern verschafft, haben falsche Deals in ihrem Namen gepostet und über die Angabe anderer Bankverbindungen Geld entwendet.

Konsumenten entsteht - laut Amazon - offenbar keinen Schaden. So übernimmt Amazon für Schadenersatz, wenn die bestellte Ware nicht ankommt. Für Amazon dagegen, das in letzter Zeit immer öfter Ziel von Cyberattacken ist, wird es höchste Zeit das Problem in Griff zu bekommen: Zwei Millionen Verkäufer verkaufen mittlerweile ihre Waren auf dem Online-Marktplatz. 

Die Cyberattacken gehen alle an: Wenn im Mai 2018 das Gesetz zur General Data Protection Regulation (GDPR) verbindlich in Kraft tritt, sind alle Unternehmen gefragt ihre Daten besser zu schützen. Das gelingt Experten zufolge damit, dass unique Passwörter verwendet werden, die über eine Zwei-Schritt-Verifizierung in zwei Schritten sowie die Installation von Warnungen über Unregelmäßigkeiten. Auch die Verbraucher müssen aufgeklärt werden. Wenn Produkte zu günstig um wahr zu sein angeboten werden, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es tatsächlich kein echtes Angebot ist.

Vorsicht Cyber-Räuber! Gehackte Accounts - und der Schaden fürs Unternehmen

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