Auch Restaurants müssen sich vermarkten. Lieferando ist nur eine Möglichkeit.
Auch Restaurants müssen sich vermarkten. Lieferando ist nur eine Möglichkeit. © Foto:Yvonne Göpfert

Restaurant-Marketing | | von Yvonne Göpfert

Konkurrenz für Lieferando: Wie Restaurants neue Kunden gewinnen können

Restaurants, die keiner Kette angehören, haben es schwer. Sie verfügen selten über einen Marketing-Profi im Team oder Kapazitäten, die sich um Werbung kümmern. Viele Restaurants hängen sich daher an Lieferando, Lieferheld oder Pizza.de, um Kunden zu gewinnen. Wer diesen Weg wählt, zahlt dafür einen hohen Preis. Und das schlägt letzten Endes beim Endverbraucher durch. Für den bedeutet das einen ziemlichen Aufpreis. So hat beispielsweise Masterwok aus München seinen Preis für das beliebte Hähnchen süßsauer von 6,50 Euro auf 8,50 Euro angehoben, als das Chinarestaurant Lieferando beitrat. Eine deutlich nachhaltigere Lösung bietet dagegen Gloriafood. Während Lieferando, Lieferheld, Pizza.de und Co. 10 bis 15 Prozent Kommission verlangen, bietet Gloriafood seinen Service kostenfrei.

Fremium-Modell statt Kommission

"Wir glauben, dass die Grundfunktionen kostenlos bleiben sollen. Wir wollen zuerst Mehrwert für unsere Restaurant-Kunden generieren. Denn wenn Sie mit uns erfolgreich sind, so unsere Erfahrung, dann kaufen sie auch Premiumfunktionen" sagt Oliver Auerbach, der Gründer von Gloriafood. Inzwischen sollen 56 Prozent der Restaurants für Premium-Funktionen bezahlen. Premium-Features sind beispielsweise eine Homepage aus dem Baukasten von Gloriafood oder ein Payment-Gateway für Kreditkartenzahlung.

Zudem wird das Restaurant nicht mit allen Mitbewerbern in eine Oberfläche geschmissen und so garantiert Gloriafood, dass die Kunden nicht zur Konkurrenz abwandern. Bislang unterstützt das System Pickup & Delivery. In Zukunft sollen auch Tischreservierung und Vorbestellungen für den Mittagstisch hinzukommen.

How-to-Tipps für Restaurantbesitzer

Um den Restaurants weiter unter die Arme zu greifen, bietet Gloriafood über ihr Blog, Social Media und die Website verschiedene How-to‘s sowie Tipps und Tricks, wie die Restaurants erfolgreicher werden. Dabei werden die Informationen per Newsletter ganz individuell an die Kunden ausgesteuert: "Wir analysieren je nachdem, ob das Restaurant viele oder wenige Bestellungen hat, welchen Content es zu sehen bekommt" sagt Oliver Auerbach. Zudem hat das Startup mehrere Websites für bestimmte Themen, darunter www.restaurant-website-builder.com und www.restaurant-promotions.net.

Inzwischen zählt Gloriafood 2.500 Restaurants zu seinen Kunden und bedient die Märkte USA, Großbritannien, Irland und Kanada. Insgesamt ist Gloriafood in 80 Ländern und in 39 Sprachen aktiv.  Zudem lizenziert Gloriafood sein Webbaukastensystem für Agenturen, sodass Marketingagenturen diesen Service nutzen und ihren eigenen Kunden anbieten können.

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