Studie | | von Irmela Schwab

Gutschein-Marketing: Mindestbestellwert verhindert Einlösung

Gutscheine kommen beim Verbraucher gut an. Und: In der digitalen Welt stehen Unternehmen immer mehr Möglichkeiten offen, sie zur Zielgruppe zu bringen, was sich wiederum auf die Einlösquote auswirkt. Das hat Affiliate-Dienstleister Affiliprint in der Untersuchung Gutscheinbarometer 2014 ermittelt.

Während Offline die gute alte Paketbeilage nach wie vor ein Renner unter den Konsumenten ist, werden digitale Coupons sogar noch lieber genommen: So erzielen gedruckte Gutscheine allgemein bei der Frage nach dem präferierten Kanal 29 Prozent, Online sogar 41 Prozent. Neben E-Mail-Gutscheinen schätzen Kunden dabei zunehmend so genannte Check-out-Gutscheine, die sie als Belohnung nach einem Kauf im Online-Shop erhalten. Das mobile Gutscheinmarketing steht dagegen noch am Anfang: Nur vier Prozent nennen den Kanal als ihren Lieblingskanal.

Die Impulswirkung, die Gutscheine auf die Konsumenten hat, ist dabei bei allen Kanälen gleich und über die Jahre hinweg ungebrochen. Laut der Studie sehen 87 Prozent der befragten Deutschen in Coupons einen Mehrwert. Bei den Geschlechtern und verschiedenen Alterssegmenten gibt es dabei kaum Abstufungen. Bewegte sich die Nutzungshäufigkeit schon in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau, ist sie in 2014 nochmals leicht angestiegen. Auf die Frage, ob die Konsumenten Gutscheine jetzt häufiger oder seltener einlösen als im Vorjahr, gab die Hälfte an, dies inzwischen noch öfter zu tun (51 Prozent). 43 Prozent der Befragten nutzen Gutscheine genauso häufig.

Die Studie hat auch die Up-und Cross-Selling-Effekte unter die Lupe genommen. So geben zwei von drei Befragten an, dass sie nicht nur das durch den Gutschein rabattierte Produkt erwerben, sondern im Shop auch nach weiteren Produkten stöbern. Hier jedoch gibt es eine leichte Tendenz in Richtung weiblicher Shopper: 68 Prozent versus 60 Prozent männlicher Einkäufer. Betrachtet man das Alter der Konsumenten ist das Stöber-Gen bei den Konsumenten ab 35 Jahren ausgeprägter als bei den jüngeren Verbrauchern.

Diejenigen, die Gutscheine nicht einlösen, trotzdem sie zuvor motiviert waren, nennen einen zu hohen Mindestbestellwert als Hemmschuh sowie den Umstand, dass manche Rabatte nur für Neukunden oder gewisse Produkte gelten. Die Studie, die nach 2013 zum zweiten Mal erscheint, wurde im Januar 2014 auf Basis von 1063 Deutschen erhoben.

Gutschein-Marketing: Mindestbestellwert verhindert Einlösung

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