Seniorentauglichkeit | | von Anja Janotta

Enkel helfen ihren Omas beim E-Commerce

Die meisten Web-Shops sind für Senioren nicht wirklich zugeschnitten. Sie sind zu überladen, zu unübersichtlich. Es blinken zu viele Pop-ups, die zu kleinen Schriftgrößen sind nicht skalierbar und die vielen Anglizismen und Fachtermini verhindern eine gute Orientierung. Das zeigt eine Marktforschungsstudie der Initiative Seniorensiegel Deutschland. Keines der zehn führenden Online-Shops hat von der Initiative des Gütesiegel "Sehr gut" erhalten.

Amazon ist aber auch für die Zielgruppe 60plus der wichtigste Online-Shop. Der Studie zufolge gaben 34 Prozent der Befragten an, mindestens schon einmal Waren im Internet bestellt zu haben. 73 Prozent kauften bei Amazon ein, 66 Prozent bei Ebay, Otto und Neckermann teilen sich mit jeweils 12 Prozent den dritten Rang.

Viele haben sich bei der Wahl ihres Shops auf eine Empfehlung der Kinder und Enkelkinder verlassen. Diese haben nicht nur Einfluss auf die Produktwahl, sondern haben zu 15 Prozent auch die Eltern oder Großeltern zu einem Kauf im Internet animiert.

"Dies könnte unter anderem ein Grund dafür sein, warum zahlreiche Best Ager trotz mangelhafter Berücksichtigung ihrer altersspezifischen Wünsche und Ansprüche vermehrt den Versandweg über das Internet wählen", so Sven Lilienström, Gründer der Initiative Seniorensiegel Deutschland. "Es wäre allerdings wünschenswert, dass Online-Versandhäuser nachrüsten und somit auch der älteren Generation ein selbstbestimmtes Rund-um-die-Uhr-Shopping-Erlebnis ohne Hindernisse ermöglichen".

Befragt wurden 638 Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 60 und 75 Jahren in den Fußgängerzonen der Städte Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin.

Enkel helfen ihren Omas beim E-Commerce

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