Social Commerce | | von Annette Mattgey

Einzelhandel verpasst Chancen in Social Media

Nur 1,7 Prozent der Einzelhandelsprodukte werden auf Social Commerce-Plattformen gepostet. Damit verschenken die Händler viel Potenzial. Wo es außerdem noch hapert: An der Verschränkung von Suchmaschinenmarketing und Social Commerce. Das zeigt die erste Ausgabe des  Search and Social Commerce Index, den die Technologieanbieter Kenshoo und DataPop erstellt haben und künftig vierteljährlich herausgeben wollen. Dazu haben sie die Daten von über 40 Einzelhändlern mit den dazugehörigen drei Millionen veröffentlichten Produkten analysiert.

Mehr als die Hälfte des gesamten Website-Traffic der untersuchten Läden geht auf "Product Listing Ads" (PLAs) und bezahlte Suchmaschinenwerbung zurück. "Aber Social Commerce-Portale wie Pinterest, Polyvore, Houzz und Wanelo generieren für Einzelhändler starke Zuwächse bei Traffic und Umsatz", erklärt Jason Lehmbeck, CEO von DataPop. "42 Prozent der Werbetreibenden nutzen schon jetzt Social Commerce, und wir erwarten, dass diese Zahl weiter steigt."

Für die Händler scheinen soziale Netzwerke Neuland: Nur 1,7 Prozent der Produkte werden auf Social Commerce-Portalen gepostet. Selbst in den beliebtesten Produktkategorien posten Einzelhändler nur 7,2 Prozent ihrer Produkte auf Social Commerce-Plattformen. 70 Prozent der Einzelhändler stimmen die Werbemittel ihrer Social Media-Posts nicht auf die Prioritäten der Verbraucher bei der Suche nach neuen Marken und Produkten ab.

Aus dem Vergleich von Daten aus Social Commerce-Netzwerken mit Daten aus Google Shopping-Kampagnen ergibt sich eine zweifache Chance für bessere Marketinginvestitionen. Die Daten können zur Optimierung von Produktanzeigen verwendet werden, indem man sie aus der Perspektive der Verbraucherabsichten betrachtet; PLAs können in ähnlicher Weise genutzt werden, um Lücken in der Vermarktung über Social Media aufzuzeigen, indem erkennbar wird, welche Produkte mit Bestleistung nicht über Pinterest, Polyvore, Houzz und Wanelo geteilt wurden.

"Immer mehr Verbraucher nutzen Polyvore zum Suchen und Kaufen von Modeartikeln. Dabei stellen wir fest, dass hinsichtlich Traffic und Umsatz vor allem die Einzelhändler profitieren, die über die hochwertigsten Produkt-Metadaten verfügen, die ihren Produktkatalog in vollem Umfang nutzen und die verstehen, wie die produktbezogene Ansprache auf unserer Site funktioniert“, erklärt Arnie Gullov-Singh, Chief Revenue Officer bei Polyvore.

"Mithilfe der Daten aus Social Media Advertising können wir unsere Kommunikation verbessern. Sie bieten die beste Echtzeit-Plattform für A/B-Tests der Marketing Response, die auch in unsere Nachfrageprognosen für die Produktion einfließen", sagt Corey Epstein, CEO bei DSTLD. "In Kombination mit einem detaillierten Targeting ist Social Media für mehr als 50 Prozent unserer Neukundengewinnung verantwortlich."

"Kenshoo weiß, wie Daten zu Verbraucherabsichten aus dem gesamten Spektrum der Onlinewerbung miteinander verknüpft werden können. Zusammen haben Kenshoo und DataPop wichtige Erkenntnisse für den Einzelhandel ermittelt", so Gerry Bavaro, Chief Strategy Officer bei Resolution Media. "Erfahrene Werbetreibende werden auf diese Ergebnisse hin mit Sicherheit die Informationen nutzen, die sie über ihre Product Listing Ad (PLA)-Kampagnen generieren. Durch den Report werden viele besser verstehen, wie sie Suchmaschinenwerbung und Social Commerce kanalübergreifend vorteilhaft einsetzen können."

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