Digitas LBi | | von Annette Mattgey

Der globale Shopper wechselt zwischen den Geräten

Desktop, Smartphone, Tablet - wer shoppen gehen will, bewegt sich flüssig zwischen den verschiedenen Geräten und den Fußgängerzonen dieser Welt. Etwa bei der Hälfte der Verbraucher haben sich die Einkaufsgewohnheiten durch die komfortablen Möglichkeiten des mobilen Internets verändert. Diesen Wandel dokumentiert die Studie „Connected Commerce“ der Agentur Digitas LBi. Untersucht hat sie das Kaufverhalten über unterschiedliche Endgeräte und Datenströme hinweg, und zwar in zwölf Ländern: Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Schweden, Singapur, Spanien und den USA.

Rund die Hälfte der weltweit Befragten stimmt der Aussage zu, dass sich ihr Kaufverhalten durch die Nutzung von Smartphones verändert hat. 72 Prozent der Smartphone-Nutzer setzen ihr Smartphone während eines Ladenbesuchs ein. China nimmt im M-Commerce eine führende Position ein: dort haben 76 Prozent der Smartphone-Nutzer in den letzten drei Monaten einen mobilen Kauf getätigt, während diese Zahl für die Deutschland, Großbritannien und den USA bei etwa 35 Prozent liegt.

Das Ladenerlebnis zählt

Gesucht wird online, gekauft offline. Das schätzen 88 Prozent der weltweit befragten Konsumenten und bestätigen damit den Trend zum ROPO (research online, purchase offline). Das Ladengeschäft bleibt ein wesentlicher Kontaktpunkt und ist die drittwichtigste Informationsquelle für  Verbraucher (14 Prozent ).

Bei zehn Prozent Preisunterschied hört die Liebe zum Laden auf

„Showrooming“ ist ebenfalls weit verbreitet. Zuerst schauen sich die Konsumenten die von ihnen favorisierte Waren im stationären Handel an, bevor sie diese im Anschluss meist zu einem günstigeren Preis über den Online-Handel oder auf anderem Wege zu beziehen. 19 Prozent der Konsumenten weltweit geben an, einen Laden zu verlassen, wenn sie über ihr Smartphone feststellen, dass ein von ihnen gesuchtes Produkt woanders preisgünstiger zu haben ist, während weitere 29 Prozent der befragten Verbraucher dies in Betracht ziehen würden (Showrooming). Dabei spielt die Preiskomponente die entscheidende Rolle: Zwei von drei befragten Verbrauchern gaben an, dass sie eine Preisdifferenz von mindestens fünf Prozent zum Verlassen des Ladens bewegen würde. Wenn der Preisunterschied bei zehn Prozent liegt, würden bereits 88 Prozent der internationalen Verbraucher so handeln.  So geben etwa ein Drittel der deutschen Verbraucher an, dass sie ein Ladengeschäft bei einer Preisdifferenz von zehn Prozent gegenüber dem Online-Handel wieder verlassen würden.

„Mobile Endgeräte und soziale Medien haben das gesamte Einkaufsverhalten nachhaltig verändert. Inzwischen ist es für Konsumenten weltweit selbstverständlich geworden, sich vor dem Einkauf in einem Ladengeschäft im Internet zu informieren. Für den Handel bedeutet dies, dass alle für den Kaufprozess relevanten Touchpoints so miteinander kombiniert werden müssen, dass ein ganzheitliches Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg entsteht. Nicht nur vor, sondern auch während und nach dem Einkauf“, erläutert Anke Herbener, CEO von DigitasLBi in Deutschland und der Schweiz.

Promotion-Kampagnen bei Facebook wirken

82 Prozent der Nutzer von sozialen Netzwerken in China geben an, dass die sozialen Medien ihr Kaufverhalten beeinflusst haben. Vier von fünf chinesischen Nutzern von sozialen Netzwerken geben außerdem an, mehr Produkte von Marken zu kaufen, denen sie in sozialen Medien folgen. In Deutschland trifft dies hingegen nur auf weniger als ein Viertel der Konsumenten zu. 78 Prozent der chinesischen Benutzer von sozialen Medien haben bereits einmal in einem sozialen Netzwerk über einen Kauf berichtet. Sehr mitteilungsfreudig sind auch Nutzer in Singapur, Italien, Spanien und den USA, während Briten und Deutsche eher zurückhaltend sind (35 Prozent). 49 Prozent aller Social Media-Benutzer haben in sozialen Netzwerken über einen Kauf „nur berichtet, damit es ihre Freunde erfahren”.

Posts bei Facebook haben durchaus eine Wirkung. Sechs von zehn Spaniern haben sich bereits von den Nachrichten ihrer Freunde beeinflussen lassen. Bei den Chinesen rangiert der Wert noch höher. Weitaus effektiver sind jedoch Rabatt- und sonstige Promo-Aktionen sowie Facebook Advertising (siehe Grafik oben).

Weitere Informationen zur Studie "Connected Commerce" finden sich unter: www.digitaslbi.com/connectedcommerce2014.

Hier eine Infografik mit Erkenntnissen zu den deutschen Konsumenten:

 

Der globale Shopper wechselt zwischen den Geräten

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