Brand-Advertising - lohnt sich dafür Werbebudget auf Amazon?
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Brand-Advertising - lohnt sich dafür Werbebudget auf Amazon?

Google nahm im Jahr 2016 knapp 80 Milliarden US-Dollar mit Werbung ein, Facebook immer noch 27 Milliarden US-Dollar. Amazon verdiente  im gleichen Zeitraum nur eine schlappe Milliarde US-Dollar mit seinem Werbeangebot, glaubt man den Zahlen von e-Marketer.  Und bislang galt für Werbetreibende das Credo: Wer seine Marken stärken will und auf Brand Advertising setzt, ist bei Google und Facebook bestens aufgehoben. Für Amazon fielen nur noch die Brosamen des Werbebudgets ab, die im unteren Ende des Marketing-Funnels angesiedelt waren und direkte Verkäufe generieren sollten.

Doch so langsam denken Werbeagenturen um  - aus zwei Gründen: Erstens soll sich Amazon Werbern aus Kreativagenturen zufolge deutlich flexibler bei der Kreation zeigen als das große Google und das fast so große Facebook. Das liegt vor allem daran, dass Amazon Advertising noch recht persönlich zwischen vielen kleinen Agenturen und Amazon abgewickelt wird. Allerdings müssen Sie bei ihren Bemühungen Amazon und seinen Fokus auf den Kunden immer im Blick haben.

Brand-Advertising darf das Shopping-Erlebnis nicht stören

Genau der Kunde ist es, der die Anforderungen an die Ads bei Amazon maßgeblich bestimmt. Jeder kennt die Amazon-DNA, die da heißt: Der Kunde ist König, Kaiser und Gott in einem! Entsprechend wird Werbung so ausgespielt, dass sie dem Kunden nicht missfällt. Das Einkaufserlebnis des Kunden geht vor. Die Interessen der Werbetreibenden sind nachgeordnet. Wer das verstanden hat, kann mit Amazon gut auskommen und hat mehr Spielraum bei der Kreation als auf Google und Facebook.

Und noch eine gute Nachricht, die dafür spricht, Amazon auch als Branding Marketing Plattform zu nutzen: Etwas ein Drittel aller Nutzer im Netz startet eine Produktsuche auf Amazon. Nur rund 15 Prozent suchen Produkte zuerst mit Google und Co. Ein idealer Ansatzpunkt, um die eigene Marke ins Relevant Set des Nutzers zu rücken. Diese Chance sollten Sie nicht vertun und daher ruhig ein wenig Budget verschieben. In den USA geht der Trends bereits zu mehr Branding-Kampagnen auf Amazon.

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