"Nur mit einer dedizierten Big Data-­ Strategie und der richtigen Technologie können Unternehmen auch zukünftig noch marktrelevant sein", sagt Peter Klingenburg, Geschäftsführer von T-Systems.
"Nur mit einer dedizierten Big Data-­ Strategie und der richtigen Technologie können Unternehmen auch zukünftig noch marktrelevant sein", sagt Peter Klingenburg, Geschäftsführer von T-Systems. © Foto:T-Systems Multimedia Solutions

Studie | | von Thuy Linh Nguyen

Big Data: Kaum strategische Bedeutung für Marketer

Datengetriebenes Marketing scheint für viele deutsche Unternehmen noch Neuland zu sein. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Reutlingen im Auftrag von T-Systems Multimedia Solutions. Die Fachhochschule analysierte dabei den Status Quo von Big Data in mittelständischen und großen deutschen Unternehmen. Insgesamt wurden 108 Probanden aus 16 verschiedenen Branchen befragt.

Nur ein Drittel der Marketingentscheider sieht einen strategischen Vorteil durch den Einsatz von Big Data. Rund 33 Prozent der befragten CMOs (Chief Marketing Officers), insbesondere aus mittelständischen Unternehmen, sind der Meinung, dass Big Data keine Relevanz für ihre Marketingstrategie haben. Trotzdem prophezeiten 71 Prozent dem Bereich eine wachsende strategische Bedeutung in den nächsten Jahren, vor allem in Bezug auf die Weiterentwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle.

"Es klingt paradox: Die Unternehmen wollen ihre Kunden immer besser kennenlernen und ihr Angebot auf die Kundenbedürfnisse zuschneiden, haben aber gleichzeitig keine vernünftige Big Data-Strategie", sagt Peter Klingenburg, Geschäftsführer von T-Systems Multimedia Solutions. Denn aktuell ist Big Data nur bei etwas mehr als jedem zehnten Unternehmen, vor allem Großkonzernen, komplett oder überwiegend in die allgemeine Marketingstrategie integriert. Dafür setzten sich aber bereits etwa 70 Prozent der Teilnehmer aktiv mit dem Thema auseinander, im Mittelstand sind es allerdings nur die Hälfte. Eine Ursache scheint die nicht geklärten Verantwortlichkeiten für Big Data zu sein. Jedes vierte Unternehmen hat keinen konkreten Ansprechpartner zu diesem Thema. Die Zuständigkeit sehen die Befragten in vielen unterschiedlichen Abteilungen: 19 Prozent stimmen für den Chief Information Officer (CIO), 15 Prozent für den CMO und 14 Prozent für den CEO (Chief Executive Officer) oder sonstigen Führungskräften.

Big Data: Kaum strategische Bedeutung für Marketer

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