Wohin 2013 die digitalen Budgets fließen
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Umfrage | | von Annette Mattgey

Wohin 2013 die digitalen Budgets fließen

Das Branchen-Netzwerk Digiday hat bei Marketingverantwortlichen aus der Industrie wie bei Agenturen nachgefragt, welche digitalen Disziplinen von ihnen in diesem Jahr mit mehr Geld bedacht werden - und wo sie streichen. 

Zach Barkus, Manager of Mobile and Emerging media, Campbell Soup (Lebensmittel)
Weniger von den "glitzernden neuen Spielzeugen" und mehr von den bewährten digitalen Methoden. Unser Schwerpunkt liegt darin, digitale Erlebnisse zu schaffen, die für die Verbraucher auch in der echten Welt einen Nutzen haben. Statt sich in zu vielen Kanälen und Strategien zu verzetteln sich auf Wege beschränken, mit denen sich glaubwürdige Verbindungen herstellen lassen.

Chia Chen, Mobile Practice Lead, Digitas (Teil des Publicis-Netzwerks)
Unsere Kunden passen das Portfolio ihrer Marketingausgaben kontinuierlich an, um den Impact zu steigern. Im Mobilbereich verschieben sich die Ausgaben vor allem in Richtung Rich Media und Mobile Video. Gleichzeitig suchen sie nach besseren Mess- und Analyse-Methoden, damit sie die Wirkung noch besser steuern können. Das mobile Web-Erlebnis soll dem am großen Bildschirm in nichts nachstehen, was Inhalte und Features angeht. Daran sparen unsere Klienten: an mobilen Web-Auftritten, die nur eine sehr reduzierte Version des Desktops bieten.

Jason Wadler, evp, LeapFrog Online (Digitalmarketing)
Es geht nicht um Engagement, sondern um Handeln. Das heißt, dort Investitionen herunterzufahren, wo es Apps nur um ihrer selbst willen gibt, Apps, von denen nur einige wenige etwas haben und die daher auch keine echten Ergebnisse bringen. Abgehobene und rein digitale Markenkampagnen müssen auch dran glauben. Digitale Projekte müssen sich rechnen und am Vertrieb orientieren. Kurz gesagt: Verbraucher unterscheiden nicht zwischen online und offline, sie sind gleichzeitig überall. Als Schlussfolgerung daraus verwandeln sich "digitale" Investments zu "Multichannel"-Erlebnissen, die darauf Rücksicht nehmen, wo sich die Kauflustigen gerade befinden und auf welche Weise sie kaufen wollen. Dieser letzte Punkt ist entscheidend angesichts der zunehmenden Mobilnutzung.  Handlungsorientiert, On-demand und durchgängige Kauferlebnisse: Das müssen Tablets und Smartphone zukünftig bieten und daher müssen hier auch Gelder in großem Maße locker gemacht werden.

Tammy Gordon, Head of Social Media, AARP (Senioren-Organisation)
Wir haben beschlossen, keine Apps mehr zu bauen, für die uns das Marketingbudget fehlt. Warum? Wenn sie fertig sind, heißt das nicht, dass sie angenommen werden. Unsere Social Media-Netzwerke wollen wir weiter ausbauen und Spaß mit unseren Fans haben. Einen Schwerpunkt sehen wir darin, via Social Media mehr Mitglieder zu gewinnen, Spenden für unsere Stiftung zu bekommen und mit den Kongressabgeordneten über unsere Anliegen zu diskutieren.

Angela Koinov, CEO, Strong New Life (Healthcare-Unternehmen)
Wir verschwenden keine Zeit und keine Energie mehr auf Blogs, weil dort einfach das Publikum fehlt. Das ist Verschwendung von Ressourcen. Stattdessen werden wir mehr Zeit aufwenden, das Web zu durchforsten und nach relevanten Inhalten zu suchen, die wir mit unseren Followern bei Facebook, Twitter und LinkedIn teilen.

Troy Brown, President, One50One (New Media/Mobile)
Unsere Kunden sind viel stärker an Mobile und Social interessiert als an E-Mail. In der Regel wechselt die Mail-Adresse alle 18 Monate, die Mobilnummer aber nur alle fünf bis sechs Jahre.

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