E-Commerce wächst | | von Irmela Schwab

US-Handel im Festtaumel: Auf den "Black Friday" folgt der "Cybermonday"

US-Händler verstehen sich prächtig darauf, Anlässe zu schaffen - und dort zu verkaufen, was das Zeug hält. Nach dem "Back to School"-Kaufrausch (dem zweitwichtigsten Kassenschlager nach Weihnachten) und Halloween, ist der nächster Termin: Thanksgiving.

Wenn am morgigen Donnerstag der Lebensmittelhandel mit dem Trommeln für Truthähne und Zutaten seinen Zenith erreicht hat, reicht er den Stab an andere Händler weiter. "Black Friday" heißt das Event, für das viele Läden wie Apple, Macy´s, Toys R Us und Walmart schon ab Mitternacht öffnen. Am anschließenden "Cybermonday" dürfen sich dann die Webhändler die Hände reiben: ComScore prophezeit Umsätze von 1,2 Milliarden Dollar im Vergleich zu „nur“ 700 Millionen Dollar am stationären Black Friday.

Der E-Commerce boomt wie nie. Der Marktforscher eMarketer schätzt, dass die Umsätze über die gesamten Feiertage in den USA um knapp 17 Prozent auf 46,7 Milliarden Dollar ansteigen. Der Cybermonday soll dazu den Löwenanteil beitragen; er ist die Fortsetzung des Black Friday für Büroangestellte.

Um von der (in diesem Jahr recht schwachen) Spendierfreudigkeit der Amerikaner maximal zu profitieren, haben Online-Retailer wie Amazon ihren „Earlier Black Friday“-Shop bereits am 1. November eröffnet. Staples begann kurz darauf seinen Webstore montäglich zu bewerben - und wird damit, ohne Unterbrechung, bis Weihnachten fortfahren. Target und Walmart preisen ihre Deals auch früher an als die Jahre zuvor.

Sollte sich der deutsche Handel von der Verkaufstüchtigkeit eine Scheibe abschneiden? Teils, teils. Wie E-Commerce-Analysten im "Wall Street Journal" urteilen, rufe die Frühzeitigkeit der Sonderangebote bei den Konsumenten eine gewisse „Deal-Müdigkeit“ hervor. Außerdem verderben sich die Händler das Geschäft selbst, wenn sie zum Schnäppchenpreis verkaufen, was die Kunden auch zum Normalpreis erworben hätten. Die richtige Dosis liegt wie immer in der goldenen Mitte.

US-Handel im Festtaumel: Auf den "Black Friday" folgt der "Cybermonday"

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