Große Mehrheit lehnt Behavioral Targeting ab
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Tracking | | von Annette Mattgey

Große Mehrheit lehnt Behavioral Targeting ab

58 Prozent der US-Amerikaner wehren sich gegen Werbung, die ihrem Online-Verhalten angepasst ist. Das hat der Datenschutzdienstleister Truste in seiner jüngsten Studie herausgefunden. Dabei bleibt die Sorge um die Privatsphäre eine der wichtigsten Anliegen - mit massiven Auswirkungen auf das Online- und Mobile-Verhalten. 94 Prozent der von Harris Interactive und Truste befragten Amerikaner halten Datenschutz für ein wichtiges Thema. Unter Smartphone-Nutzern halten 42 Prozent Sicherheit und Privatsphäre für die Top-Themen. 85 Prozent lassen lieber die Finger von Apps, denen sie nicht trauen.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Skepsis zugenommen. Das bekunden zumindest 60 Prozent der Testpersonen. Für sie gewinnen Siegel und Zertifikate an Bedeutung - das zeigt, dass sich die User um das Thema Gedanken machen. Chris Babel, CEO von Truste, folgert daraus, dass die Unternehmen den Datenschutz ganz oben auf die Agenda setzen müssen, um Misstrauen vorzubeugen. "Sobald das Wissen und Verständnis hinsichtlich der Wahlmöglichkeiten im Netz wachsen, fallen auch die Verbrauchermeinungen über den Nutzen neuer Online-Technologien wie etwa Targeting positiver aus."  

Das Misstrauen gegenüber Behavioral Targeting schrumpft von 69 Prozent auf 40 Prozent, wenn die User darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihre persönlichen Daten nicht mit ihrem Surfverhalten verknüpft werden. Positiv bewertet werden Seiten, die ein Opt-out anbieten. Rund die Hälfte und damit doppelt so viele wie im Vorjahr wollen diese Möglichkeit nutzen. 61 Prozente (und damit mehr als 2011) suchen die Websiten häufiger auf, bei denen sie sich aus der verhaltensgesteuerten Werbung abmelden können.

Auch mit der Weitergabe an Dritte sind die Amerikaner sparsam. 76 Prozent geben Unternehmen keine Erlaubnis, ihre persönlichen Angaben mit Third-Party-Anbietern zu teilen. Immerhin 35 Prozent haben bereits aus Datenschutzgründen ihre Kundenbeziehungen mit einem Unternehmen abgebrochen. 90 Prozent verwenden Browser-Kontrollprogramme, um ihre Privatsphäre zu schützen.

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