Fünf Fragen an… Arnulf Keese
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Paypal-Geschäftsführer im Interview | | von Tobias Weidemann

Fünf Fragen an… Arnulf Keese

Der PayPal-Geschäftsführer liebäugelt mit dem stationären Handel und setzt QR-Code-Technologie ein: Kasse druckt QR-Code aus, Kunde scannt ihn mittels App auf seinem Smartphone, bestätigt mit der PIN. Bezahlt.

Kann ich meinen Geldbeutel wegschmeißen?

Ja, denn mit PayPal können Sie heute schon mit der PayPal-App mobil bezahlen und morgen mit dem Smartphone und Ihrer vierstelligen PIN. Meist fällt es einem innerhalb weniger Sekunden auf, dass das Mobiltelefon zu Hause liegt. Eine Studie hat ergeben, dass man im Schnitt 40-mal pro Tag auf sein Handy schaut. Bis man bemerkt, dass man seinen Geldbeutel nicht bei sich hat, dauert es wesentlich länger.

Bezahlen mit QR-Code – ist das so ausgereift, um es breitflächig zur Verfügung zu stellen?

Definitiv. Über die PayPal-QR-Shopping-App können Händler und Shop-Betreiber den mehr als 15 Millionen deutschen PayPal-Nutzern über jedes handelsübliche Smartphone Waren anbieten. Die Integrations-Technologie von Itellium ist marktreif und ermöglicht mobiles Bezahlen via QR-Code schon heute. Und die Kunden können ohne Medienbruch direkt sicher bestellen und bezahlen. Damit bieten wir eine echte Multi-Channel-fähige Alternative zu den etablierten Bezahlmethoden.

Sicher, dass die Bezahlung sicher ist?

Genauso sicher wie der Bezahlvorgang mit Pay-Pal am heimischen Computer und damit absolut sicher. Anders als bei Lastschriften und Kreditkartenzahlungen werden bei einer Transaktion via PayPal keine sicherheitsrelevanten Daten zwischen dem Händler und dem Kunden ausgetauscht. Und anders als zum Beispiel bei einer Überweisung gibt es bei uns den Käufer- und Verkäuferschutz.

Ist überhaupt Nutzerakzeptanz gegeben?

Mittlerweile hat fast jeder ein Smartphone, das QR-Codes lesen kann. In den letzten Quartalen lagen die Deutschen auf Platz zwei gleich hinter den USA. In Verbindung mit mobilen Bezahlsystemen ermöglichen Smartphones und Tablets neue Nutzungsansätze: Werbekanäle wie Plakate werden zu potenziellen Verkaufskanälen, die zu Impulskäufen einladen, indem mit dem mobilen Endgerät ein QR-Code eingelesen wird, der zu einem Online-Händler führt. Außerdem können Kunden die im Schaufenster ausgestellte Ware nicht nur ansehen, sondern direkt kaufen – auch nach Ladenschluss. Der entsprechende Code wird gescannt, die Ware im Internet direkt mobil bezahlt und nach Hause geliefert. Als Technologieanbieter mit Handels-Know-how sehen wir das Szenario nicht nur auf Schaufensterverkauf begrenzt. Vielmehr sprechen wir mit Händlern schon über Multimedia-Displays an Bahnhöfen und Flughäfen oder denken über die Integration von Loyalty-Diensten wie Mobile Couponing und mobile Kundenkarten nach. Denn der QR-Code ist flexibel einsetzbar und verbindet Offline- und Online-Welt. Händler und Versandhändler können ihre Kunden somit an neuen Orten und zu anderen Zeiten erreichen.

Wie aufwendig ist das Bezahlen mit QR-Code für den Handel?

Gering. Es ist lediglich eine technische Integration der Lösung beim Händler vor Ort notwendig. Neben den üblichen Gebühren für die Bezahlung mit PayPal entstehen für den Händler keine zusätzlichen Transaktionskosten.

Arnulf Keese: Der 44-jährige Physiker ist seit März dieses Jahres Geschäftsführer von PayPal Deutschland. Zuvor hatte er, ebenfalls bei PayPal, als Geschäftsführer Vertrieb D/A/CH gearbeitet. Weitere Stationen seiner Berufslaufbahn: AOL Deutschland, QXL ricardo Deutschland und Star Finanz GmbH / Giropay.

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