Bewegtbild-Vermarktung: Da geht noch was
© Foto:Unternehmensfoto

Videoplaza | | von Annette Mattgey

Bewegtbild-Vermarktung: Da geht noch was

Online-Videos sind zwar in aller Munde, aber die konsequente Vermarktung von TV-Inhalten über alle Plattformen hinweg ist bislang mangelhaft. Das ergab eine Studie von Videoplaza und IHS Screen Digest. Immerhin zeigt die Studie „A future for TV: IP-delivered video advertising in a connected world“, dass eine Steigerung der Werbeauslieferung über vernetzte Endgeräte von unter zwei auf über 16 Prozent innerhalb eines Jahres möglich ist. Hinsichtlich der Reichweite ist das Medium TV derzeit ungeschlagen - gerade was Imagekampagnen angeht. Da das Werbewachstum aber abflachen wird, brauchen Medienunternehmen Strategien zur Diversifizierung, um das jüngere Publikum dort zu erreichen, wo es sich TV-Inhalte anschaut. Bislang findet groß angelegte Markenwerbung noch recht selten den Weg auf alle IP basierten Endgeräte wie Smart TV, IPTV, Smartphones, Tablets und Spielekonsolen.

Sorosh Tavakoli (Foto), CEO des Bewegtbild-Vermarkters Videoplaza: „Gefangen zwischen traditionellen Geschäftsmodellen und der Notwendigkeit innovativ zu bleiben, stellt die Auslieferung von Werbung über alle vernetzten Endgeräte hinweg die Broadcaster vor Herausforderungen, die ihr Business und ihre Technologie betreffen. Unsere Studie hebt hervor, dass Medienunternehmen bei der Ansprache des Publikums ihre Inhalte mit einer eindeutigen IP-gerechten Monetarisierungsstrategie verknüpfen müssen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.“

Rund 300 Millionen Euro spülen über Internet Protocol (IP) ausgelieferte Videowerbeeinnahmen in Deutschland, UK, Spanien, Frankreich und Italien in die Kasse. Insbesondere Markenwerbung beschränkt sich aber vorwiegend auf den PC und schöpft das Potenzial der vernetzten Endgeräte nicht aus. Denn in den Wohnzimmern West-Europas und Nord-Amerikas gibt es bereits über 124 Millionen dieser vernetzten Endgeräte, und weiteres Wachstum wird erwartet. Die richtige Technologie spielt die Schlüsselrolle bei der zukünftigen Monetarisierung von Bewegtbild, besagt die Studie. Sie garantiert, dass die Broadcastern schnell den Marktzugang bekommen und die entsprechende Reichweite über die verschiedenen Endgeräte hinweg erreichen. 

„Die Trendwende setzt gerade ein – acht Prozent der Einnahmen im Bereich Online Display Werbung wurden 2011 über Video generiert. Wir erwarten, dass sich das hohe Wachstum in diesem Bereich auch 2012 fortsetzt, mit einer Zunahme der Einnahmen von 53 Prozent in den fünf führenden europäischen Ländern. Medienunternehmen haben realistisch gesehen ein Zeitfenster von 12 bis 24 Monaten, um sich vorzubereiten, bevor das Publikum signifikant auf die vernetzten Devices umschwenkt. Da die Marktbeschränkungen für die Auslieferung von IP-delivered Video immer geringer werden, intensiviert sich zusätzlich der Wettbewerb mit den neuen Playern im Bereich New TV. Broadcaster sind gut beraten, schnell zu handeln, um Kapital aus ihrem Content zu schlagen“, kommentiert Daniel Knapp, Director Advertising Research bei IHS Screen Digest.

Das Whitepaper „A future for TV: IP-delivered video advertising in a connected world” steht mit den grundsätzlichen Ergebnissen hier zum Download bereit.

Bewegtbild-Vermarktung: Da geht noch was

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht